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Fische

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Fische Artikel

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Fischen aus der Biologie, andere Bedeutungen unter Fische (Begriffsklärung).


Fische
Fische Beschreibung

Atlantischer Hering (Clupea harengus)

Systematik
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe: Neumünder (Deuterostomia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Fische (Pisces)
Klassen

Fische (Pisces) sind wechselwarme fast ausschließlich in dem Wasser lebende Wirbeltiere mit Kiemen. Etwa die Hälfte aller Wirbeltierarten sind Fische, die ältesten bekannten Fossilien sind rund 450 Millionen Jahre alt. Man unterscheidet speziell Knorpelfische (Chondrichthyes), zu denen u. a. die Haie und Rochen zählen und Knochenfische (Osteichthyes), die alle anderen Fische umfassen. Das mit Fischen beschäftigte Forschungsgebiet heißt Ichthyologie.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Die Darwin Awards. Die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen. Schöner Auftakt der Reihe Seit 1994 wird der Darwin Award in dem Internet vergeben. Dieses Buch ist der erste von mittlerweile drei Bänden mit Auszügen der besten Geschichten. 180 witzige und makabere Todes- und Beinahetodesfälle werden präsentiert, und außerdem, wohl weil es der erste ist, auch viele Überlegungen rund um den Darwin Award selbst....

Körperbau und -funktionen

Buch-Tipp: Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. Extrem wichtiges Buch, auch heute noch lesenswert Wer sich mit Evolution beschäftigt und wissen will, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat, dem kann auch heute noch die Lektüre dieses verständlich, abwägend und überzeugend geschriebenen Werkes von Darwin empfohlen werden. Sicherlich würde man heute einiges eher anders formulieren,...

Form

Die Körperform der Fische ist je nach Lebensweise mehr oder weniger lang gestreckt - schnelle Schwimmer sind torpedoförmig, bodenlebende Arten abgeplattet, Arten die in Riffen oder Tangwäldern leben, seitlich zusammengedrückt. Die Größe ausgewachsener Fische schwankt, je nach Art, zwischen kaum mehr als einem Zentimeter und 18 Meter..

Buch-Tipp: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten der Welt. 1600 Einzelstücke (BLV-Bestimmungsbücher) Ein Muss für jeden, der sich für Mineralogie interessiert Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube für jeden, der sich für Mineralien interessiert (oder sie sammelt). Die Merkmale der einzelnen Gesteine sind kompakt, aber detailliert. Die Bilder zeigen wunderschöne Stücke in verschiedenen Formen (von roh, über geschliffen bis hin zu Ketten,...

Knochenbau

Das Skelett besteht aus Knorpel (Knorpelfische) oder Knochen (Knochenfische). Am Schädel befindet sich das Kiemenskelett aus vier bis sieben Kiemenbögen, von denen der vordere zu dem Unterkiefer umgebildet ist. Die Wirbelsäule ist mit dem Schädel verbunden. In der Rumpfregion tragen die Wirbel Rippen, über die ganze Länge Dornfortsätze auf der Rückenseite, in dem Schwanzbereich auch auf der Bauchseite. In den Muskelscheiden von Knochenfischen befinden sich häufig Gräten aus verknöchertem Bindegewebe. Zur Steuerung und Fortbewegung dienen die Flossen, die bis auf die Fettflossen (bei Lachsen, Salmlern, Welsen) mit knochigen Flossenstrahlen (Radien) verstärkt sind. Brust- und Bauchflossen sind paarig und mit dem Schulter- bzw.- Beckengürtel verbunden. Die unpaarigen Rücken, Schwanz- und Afterflossen sind über Flossenträger (Radiale) mit der Wirbelsäule verwachsen. Die bei manchen Arten zwischen Rücken- und Schwanzflossen gelegenen Fettflossen verfügen über kein Skelett, können aber hornartig verstärkt sein. Zur Fortbewegung dient - zusammen mit einer seitlich schlängelnden Körperbewegung - vor allem die Schwanzflosse.

Buch-Tipp: Elf Arten der Einsamkeit Die Einsamkeit, die sich anschleicht Wer melancholische oder sentimentale Geschichten von schlicht gezeichneten Außenseitern oder Verlierern erwartet, wird enttäuscht. Die in dem Titel zitierte Einsamkeit schleicht sich hinterrücks in die Geschicht: Dem Leser wird das Herz schwer und ca. langsam bemerkt er den eigenen Stimmungsumschwung, und plötzlich...

Haut

Die Haut der Fische besteht aus zwei Schichten: der bindegewebshaltigen Lederhaut, in der sich Schuppen und Farbzellen befinden, und der mit Schleimdrüsen versehenen Oberhaut. Der Schleim verringert den Strömungswiderstand, da er die Grenzgeschwindigkeit für die Entstehung von Turbulenzen heraufsetzt. Bei Knorpelfischen übernehmen winzige, zahnartige Placoidschuppen eine vergleichbare Funktion.

Buch-Tipp: Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden 200 Arten bestimmen und benutzen! Die Natur bietet viele Pflanzen, vornehmlich Kräuter und Blumen an, welche sich problemlos in den Speisezettel integrieren lassen, doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, die genaue Bestimmung ist das A und O denn wer rafft vergiftet sich immer. Das vorliegende Buch ESSBARE WILDPFLANZEN informiert umfassend...

Kreislauf und Atmung

Fische haben einen geschlossenen Blutkreislauf mit einem nahe an den Kiemen gelegenen, einfachen Herz, das aus einem Vorhof und einer Herzkammer besteht. Es pumpt venöses Blut direkt in die Kiemen, die aus zahlreichen, mit Kapillaren durchzogenen Blättchen, feinen Hautausstülpungen, bestehen. Die Kiemen nehmen über ihre große Oberfläche gelösten Sauerstoff aus dem Wasser auf und geben ihn an das Blut weiter. Die sehr hohe Effektivität der Sauerstoffaufnahme über die Kiemen (bis zu 70 Prozent des verfügbaren Sauerstoffs) kann auf das Prinzip des Gegenstromaustauschers in den Kiemen und die sehr hohe Affinität von einigen Fischhämoglobinen zu Sauerstoff zurückgeführt werden.

Bei Knochenfischen sind die Kiemenspalten durch hornartige Kiemendeckel (Operculum) verdeckt. Durch die Absenkung des Mundbodens und das gleichzeitige Abheben des Kiemendeckels kommt es einem Einstrom von Wasser durch das Maul. Membranen an den Kiemendeckeln verhindern einen Einstrom des Wassers. Beim Auspressen schließt sich in dem vorderen Maulbereich eine Klappe und das Wasser wird durch die Kiemenspalten nach hinten ausgepresst. Knorpelfische, deren Kiemenspalten von außen sichtbar sind, müssen sich dagegen ständig mit geöffnetem Maul bewegen, damit das Wasser an den Kiemen entlang strömen kann (ram ventilation).

Bei einigen Knochenfischen (z. B. Aalen) ist die Kiemenhöhle ca. durch eine kleinen Spalt nach außen geöffnet, wodurch die Kiemen auch auf dem Trockenen eine gewisse Zeit feucht und damit funktionsfähig bleiben. Einige mehr oder weniger amphibisch lebende Fischarten verfügen über weitere Atmungsorgane: Schlammspringer können Luftsauerstoff durch Hautatmung aufnehmen. Verbreiteter ist die Darmatmung, z. B. beim Schlammpeitzger, dabei wird Luft geschluckt, der Gasaustausch findet an den Wänden des stark durchbluteten Vorderdarms statt. Einige Fische (Labyrinthfische) atmen auch Luft, indem sie Ausstülpungen in dem Kopfbereich zur Aufnahme von Sauerstoff aus der Luft nutzen. Fischen, deren Schwimmblase noch mit dem Darm verbunden ist, wie den Knochenhechten, dient auch die Schwimmblase zur Luftatmung. Bei Flösselhechten und Lungenfischen haben sich diese Darmausstülpungen bereits zu Lungen entwickelt.

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Schwimmblase

Bei den meisten Fischarten hat die Schwimmblase aber die Funktion, das spezifische Gewicht (die Dichte) zu regulieren, so dass sie ohne Kraftanstrengung in dem Wasser schweben können oder ca. sehr langsam zu Boden sinken. Hervorgegangen ist sie aus einer Ausstülpung an der Oberseite des Darmeingangs; sie kann, wie bei den Karpfen, noch mit ihm verbunden sein oder, wie bei den Barschen, vom Darm getrennte Kammern bilden. Zur Regulierung des spezifischen Gewichts werden Gase (Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff) aus dem Blut über die so genannte Gasdrüse oder einen Verbundungsgang zu dem Darm, den ductus pneumaticus in die Schwimmblase abgegeben. Zur Leerung der Schwimmblase gelangt das Gas entweder über den ductus pneumaticus in den Vorderdarm oder über einen stark durchbluteten Bereich in der Schwimmblasenwand, das oval, wieder zurück in das Blut. Knorpelfischen, aber auch bodenlebenden oder besonders gut schwimmenden Knochenfischen fehlt die Schwimmblase - sie sinken zu Boden, wenn sie sich nicht bewegen.

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Nervensystem und Sinnesorgane

Das Nervensystem ist einfach, das Gehirn klein, eine Großhirnrinde fehlt. Der Geruchssinn der Fische ist sehr ausgeprägt, Nasen- und Mundhöhle sind voneinander getrennt. Die Ohren bestehen aus geschlossenen, flüssigkeitsgefüllten Blasen, bei einigen Arten sind sie durch bewegliche Knochen mit der Schwimmblase verbunden. In dem Aufbau ähneln sie dem Innenohr des Menschen. Die meisten Fischarten können Signale unterhalb 1 kHz wahrnehmen, einige haben ihr Hörvermögen durch spezielle Strukturen verbessert und den Hörbereich bis 5 oder mehr kHz erweitert. Die Augen haben eine starre Linse, die auf Nahsicht fokussiert ist. Sie nehmen auch ultraviolettes Licht wahr. Besonders bei bodenlebenden Fischen ist der Tastsinn gut entwickelt. Vor allem an Lippen und Barteln befinden sich in der Oberhaut Sinneszellen, die Berührungsreize übertragen. Als "sechsten Sinn" verfügen Fische über Organe zur Wahrnehmung von Wasserströmungen, die Seitenlinienorgane, die sich seitlich etwa in der Mitte über einen Großteil der Körperlänge erstrecken. Sie bestehen aus einer Reihe von Hauteinstülpungen, in denen sich Sinneszellen mit Sinneshaaren befinden, die durch Strömungsveränderungen bewegt werden.

Buch-Tipp: Spinnen, die wichtigsten heimischen Arten. Extra: Netzformen und Eikokons (Kosmos-Naturführer) tolles Buch, sehr empfehlenswert Wieder ein Buch von Heiko Bellmann das unbedingt in mein Regal musste. Perfekt aufgenommene Bilder dazu Erklärungen die jeder verstehen kann. Übersichtlich und in dem handlichen Format, wie gewohnt. Anhand dieses Buches habe ich schon einiges in der Natur entdeckt.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungsorgane der Fische befinden sich seitlich und oberhalb des Darms. Die Befruchtung findet bei den meisten Arten ohne Kopulation statt, stattdessen wird der weibliche Rogen (die Eier) und die männliche Milch (der Samen) etwa gleichzeitig in das Wasser abgesetzt. Dabei schwankt die Anzahl der Eier extrem: Störe legen mehrere Millionen, die brutpflegenden Stichlinge nicht mehr als hundert. Bei brutpflegenden Arten sind es häufig die Männchen, die die Pflege übernehmen. Einige Fischarten haben kein genetisch bestimmtes Geschlecht, es prägt sich erst durch den Kontakt mit Partnern oder durch Umweltbedingungen aus und kann mehrmals gewechselt werden. Es gibt auch Fische, die über Kopulationsorgane verfügen, wie z. B. Haie. Solche Fische sind häufig lebendgebärend.

Buch-Tipp: Vogelstimmen erkennen. CD. . Gesänge und Rufe der 75 häufigsten Arten Gute Einsteiger CD Vogelstimmen erkennen (BLV)(jb) Die CD vermittelt einen bunten Querschnitt durch die Vogelwelt und stellt 75 häufige Arten vor, die in Wälder, in der Feldflur, am Wasser oder in menschlichen Siedlungen leben, darunter alle wichtigen Gartenvögel. Die Nr. des jeweiligen Vogels und Name werden auf der CD immer angesagt, außerdem...

Systematik

Die Fische sind ein paraphyletisches Taxon, das bedeutet, dass die Gruppe nicht alle Nachkommen des gemeinsamen Vorfahren aller Fische umfasst. Es fehlen nämlich die Landwirbeltiere (Tetrapoda), die eigentlich eine Untergruppe der Knochenfische darstellen. So sind z. B. die Quastenflosser und Lungenfische enger mit den Landwirbeltieren verwandt als mit anderen Fischen. Aus kladistischer Sicht sind die Fische daher kein gültiges Taxon mehr, da nach dieser Methode ca. monophyletische Gruppen anerkannt und benannt werden. Die Library folgt hier aber der traditionellen Systematik. Die Fische lassen sich dann am besten als Ausschlusstaxon definieren: Fische sind alle Kiefermäuler, die keine Landwirbeltiere sind..

Grundsätzlich nicht zu den Fischen gehören die Kieferlosen (Agnatha), wie z. B. die Neunaugen, die dennoch ab und zu in dem populären Sprachgebrauch als "Fische" genannt werden.

Siehe auch: Fischerei, Fisch des Jahres, Systematik der Knorpelfische, Systematik der Knochenfische, Zierfisch, Portal Lebewesen

Weblinks


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